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Woran du Liebesbetrüger erkennst

Liebesbetrug folgt einem bekannten Drehbuch. Die Warnsignale – vom Drängen, die App zu verlassen, bis zur Bitte um Geld – und was tun, wenn etwas nicht stimmt.

· 3 Min. Lesezeit

Die meisten Menschen, die du online kennenlernst, sind genau die, für die sie sich ausgeben. Aber Liebesbetrüger gibt es auf jeder Dating-Plattform, und beim sogenannten Love-Scamming gehen sie nach einem erstaunlich ähnlichen Drehbuch vor. Wer es kennt, ist am besten geschützt.

So läuft die Masche meistens ab

  1. Ein perfektes Profil. Sehr attraktive Fotos, ein beeindruckender Job – oft im Ausland, auf einem Schiff, einer Ölplattform oder bei einer Friedensmission – und kaum Angaben, die sich überprüfen lassen.
  2. Viel Aufmerksamkeit in kürzester Zeit. Lange Nachrichten, jede Menge Komplimente und schon nach wenigen Tagen Gespräche über Schicksal und eine gemeinsame Zukunft.
  3. Raus aus der App. Schon früh kommt die Bitte, auf einen Messenger oder auf E-Mail umzusteigen, „weil ich hier nur selten online bin“.
  4. Immer ein Grund, sich nicht zu treffen. Videoanrufe scheitern jedes Mal, die Kamera ist kaputt, die Reise wird ständig verschoben.
  5. Die Krise. Plötzlich ein Notfall: eine Krankenhausrechnung, eine Zollgebühr, ein eingefrorenes Konto, ein Ticket, um dich endlich besuchen zu können. Das Geld wird dringend gebraucht, und nur du kannst helfen.

Manchmal geht die Geschichte auch anders – mit einem „Anlagetipp“ oder einer Kryptoplattform, auf der deine neue Bekanntschaft angeblich ein Vermögen gemacht hat. Das Ende ist dasselbe: Dein Geld ist weg.

Warnsignale

  • Du wirst um Geld, Gutscheinkarten, Kryptowährung oder Bankdaten gebeten – egal in welcher Form und mit welcher Begründung.
  • Auch nach Wochen im Chat weicht die Person einem Videoanruf oder einem Treffen aus.
  • Die Geschichte ändert sich, oder die Nachrichten wirken kopiert und gehen nicht auf deine Fragen ein.
  • Du sollst die Beziehung vor Freunden und Familie geheim halten.
  • Man drängt dich zu schnellen Entscheidungen und macht dir ein schlechtes Gewissen, wenn du zögerst.

Einfach selbst prüfen

  • Lade die Fotos in eine Bilder-Rückwärtssuche hoch. Betrüger verwenden oft Bilder von Models oder anderen echten Menschen.
  • Schlag einen kurzen Videoanruf vor. Wer wirklich Interesse hat, findet einen Weg.
  • Sprich mit jemandem, dem du vertraust. Ein Blick von außen hilft, wenn die Gefühle hochkochen.

Was tun, wenn dir etwas komisch vorkommt

  1. Schick niemals Geld an jemanden, den du nicht persönlich getroffen hast – egal, wie überzeugend die Geschichte klingt.
  2. Gib keine Daten mehr preis, weder persönliche noch finanzielle.
  3. Melde das Profil über „Melden“ im Profil oder im Chat. Unser Moderationsteam prüft jede Meldung, und blockieren kannst du die Person jederzeit.
  4. Lösch die Nachrichten nicht. Sie können als Beweis wichtig sein.
  5. Wenn du schon Geld geschickt hast, wende dich sofort an deine Bank und erstatte Anzeige bei der Polizei. Wer schnell handelt, kann eine Überweisung manchmal noch stoppen.

Betrogen zu werden ist kein Zeichen von Naivität. Betrüger sind Profis, die jeden Tag an ihren Manipulationstricks feilen. Du musst dich für nichts schämen – je früher du darüber sprichst, desto besser.

So hilft YADate

Wir prüfen Fotos, gehen Meldungen nach und lassen in den allerersten Nachrichten keine Links oder Kontaktdaten zu. So bleiben Gespräche auf der Plattform, bis Vertrauen entstanden ist. Und YADate fragt dich nie nach Geld: Der Dienst ist komplett kostenlos. Die häufigsten Maschen haben wir auf der Seite Vorsicht vor Betrug zusammengefasst.

Echte Gefühle stellen keine Rechnung. Wenn Liebe und Geld im selben Gespräch auftauchen, halt inne und schau genau hin.

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